Hausbau Kosten 2020

Baukosten – Welche Kosten beim Hausbau anfallen

Kosten beim Hausbau & Hauskauf im Überblick

Ob Sie ein Haus bauen oder sich für einen Bestandsimmobilie entscheiden, ist eine Entscheidung fürs Leben. Wir führen Ihnen im nachfolgenden Text anhand von Vor- und Nachteilen sowie Rechenbeispielen auf, welche Kosten Sie für den Hausbau eines Einfamilienhauses einkalkulieren müssen.

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Was kostet ein Haus?

Haus bauen und kaufen: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Der Weg zur eigenen Immobilie ist mit allerhand Ausgaben verbunden. Wie hoch die Hauskosten tatsächlich werden hängt unter anderem von der Frage ab, wo Sie in Zukunft wohnen wollen. Bevorzugen Sie zum Beispiel einen Altbau im Stadtkern oder bauen Sie Ihr Traumhaus lieber ganz neu auf dem Land im Grünen? Sowohl ein Hausbau, als auch der Kauf einer bereits bestehenden Immobilie bringt Vor- und Nachteile mit sich. Aber was kostet ein Haus denn nun konkret, bzw. mit welchen Kosten müssen Sie bei dem Bauen eines Hauses rechnen?

Kosten für den Hausbau – ein Überblick für zukünftige Bauherren

Infos & Rechenbeispiele

Mit welchen Baukosten Sie rechnen müssen, wenn Sie ein Haus bauen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: Planen Sie beispielsweise ein Massivhaus oder Fertighaus? Welche Ausstattung soll Ihr Haus haben? In welcher Lage befindet sich Ihr Grundstück und wie groß ist es? Diese und viele weitere Variablen machen es schwierig, greifbare Kosten beim Hausbau zu nennen. Um über die Kosten mehr Klarheit und Transparenz zu gewinnen, haben wir einige Durchschnittswerte für Sie zusammengestellt.

Demnach sollten sich Bauherren, die sich für ein Grundstück mit 850 Quadratmetern und ein Massivhaus mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern entscheiden, im bundesweiten Durchschnitt, auf Kosten in Höhe von rund 450.000 Euro einstellen. Dabei macht der eigentliche Hausbau, mit durchschnittlich 60 Prozent, den Löwenanteil aus. Jedoch kann dies, je nach Lage des Grundstücks, sehr stark schwanken. Dies hat damit zu tun, dass Bauplätze in Metropolregionen bedeutend teurer sein können als das Haus, welches darauf gebaut wird.

Das Fundament: Die Grundstückskosten

Einen entscheidenden Anteil an den Hauskosten beim Eigenheimbau macht die Grundstücksfinanzierung aus. Im bundesweiten Durchschnitt hat das zukünftige Grundstück eine Fläche von rund 850 Quadratmetern und kostet knapp 100.000 Euro. Dies entspricht einem Quadratmeterpreis von fast 118 Euro. Allerdings variieren die Preise sehr stark. Eine erste Orientierungshilfe über dieses Thema bieten Ihnen Bodenrichtwerte in der Region, in welcher Sie Ihr Haus bauen. Auch wenn diese Angaben nur vage sind, so helfen sie doch weiter, sich einen ersten Überblick darüber zu verschaffen, welche Viertel der Stadt oder Orte wie teuer sind. Darüber hinaus werden im Zusammenhang mit dem Grundstück auch Kosten für den Bauplatz, die Grunderwerbssteuer und Erschließungskosten fällig. Die Erdarbeiten (auch sog. Tiefbauarbeiten) können dabei noch einmal kräftig zu Buche schlagen.

Hausbaukosten pro Quadratmeter: Wie viel Wohnfläche kann ich mir leisten?

Anhand der errechneten Baukosten pro Quadratmeter können Sie nun die anfallenden Kosten für Ihren individuellen Raumbedarf ermitteln. Sie sollten hierbei jedoch beachten, dass Ihnen ausschließlich die Wohnfläche als Berechnungsgrundlage dient; Balkon, Terrasse und Keller spielen hierbei keine Rolle und werden nicht berücksichtigt. Im Schnitt lassen sich die Hausbaukosten pro Quadratmeter, bei einem neu gebauten Einfamilienhaus mit normaler Ausstattung, mit 1.400 Euro beziffern. Somit liegen die Kosten, für eine Wohnfläche von 150 Quadratmetern, bei 210.000 Euro. Aber verschiedene Häusertypen und die gewählte Ausstattung können die Hausbaukosten rasant in die Höhe treiben. Ein weiterer wichtiger Posten, der beim Hausbau nicht außer Acht gelassen werden darf, sind die Baunebenkosten. Dazu zählen zum Beispiel Aufwendungen für die Hausanschlüsse, Genehmigungsgebühren oder Bauversicherungen. Insgesamt können die Baunebenosten noch einmal bis zu 15 Prozent der Hausbaukosten ausmachen.

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Nicht bauen sondern kaufen: Was kostet eine Bestandsimmobilie?

Eine bereits bestehende Immobilie zu finanzieren bedeutet zwar, sich nicht mit Details wie der Positionierung der Steckdosen oder Verkehrserschließungsplänen beschäftigen zu müssen. Eine Antwort auf die Frage nach konkreten Kosten fällt jedoch auch beim Hauskauf sehr schwer. Eine Rolle spielen hierbei u. a. Alter des Hauses, Renovierungszustand und Ausstattung der Immobilie. Mögliche Richtwerte zur Immobilienbewertung sind kaum vorhanden, da gerade in Ballungszentren und Metropolregionen Angebot und Nachfrage die Preise deutlich verzerren können.

Somit kommen wir zu einem weiteren entscheidenden Einflussfaktor im Hinblick auf den Preis: die Lage. Erschwinglicher ist es oftmals in ländlicheren Gegenden. Wer jedoch in Großstädten und Metropolen wie Hamburg, Frankfurt oder München ein Haus kaufen möchte, der muss äußerst tief in die Tasche greifen.

Modernisierung in die Hauskosten einplanen

Wer sicher gehen möchte, ob das Haus nicht möglicherweise überbewertet ist, der kann einen unabhängigen Sachverständigen für Immobilienbewertung zu Rate ziehen. Dieser identifiziert auch etwaige Modernisierungsarbeiten und teilt Ihnen mit, mit welcher Summe Sie beispielsweise für eine Altbausanierung rechnen müssen. Denn für Laien ist es oft schwer zu erkennen, ob die Leitungen wirklich neu sind oder sich das Dach noch auf dem neusten Stand befindet.

Die Nebenkosten für Haus und Bau nicht vergessen

Egal, ob Sie ein Haus bauen oder ein fertig gestelltes Haus kaufen möchten: die Nebenkosten fallen immer an, wenn auch in teils unterschiedlichem Maße. Alles in allem belaufen sich die so entstehenden Zusatzkosten auf etwa 5 bis 15 Prozent des Kaufpreises.

Diese Nebenkosten setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • Gebühren für den Notar: ca. 1,5 % des Kaufpreises
  • Grundbuchkosten: ca. 1,5 % des Kaufpreises
  • Grunderwerbsteuer (abhängig vom jeweiligen Bundesland): 3,5 bis 6,5 %
  • Maklercourtage: 5,95 bis 7,14 % des Kaufpreises

Darüber hinaus sollten Sie auch finanzielle Rücklagen für den Werterhalt und die Instanthaltung Ihrer Immobilie als Hauseigentümer bilden.

Hierbei gilt die Faustregel, dass bei einem Neubau pro Quadratmeter etwa 50 Cent im Jahr in die Spardose gehören, bei einem Altbau beläuft sich der Betrag auf circa einen Euro.

Was kostet ein Einfamilienhaus heute?

So behalten Sie die anfallenden Hausbaukosten im Blick

Ein Einfamilienhaus zu bauen ist bei den meisten Bauherren eine Entscheidung fürs Leben. Dabei stellt man sich ganz am Anfang der Planung die Frage: „Was wird der Hausbau kosten?“ Damit Ihnen die Hausbau-Kosten später nicht plötzlich über den Kopf wachsen und Sie den Überblick behalten, sollten Sie die einzelnen Posten des Hausbaus im Vorfeld kalkulieren. Denn nur wenn Sie eine Übersicht Ihrer Kosten haben, wissen Sie auch, ob Sie innerhalb Ihres festgelegten Budgets für den Hausbau bleiben.

Lesen Sie im nachfolgenden Artikel, welche Hausbau-Erfahrungen Sie sich zu Nutze machen können. Außerdem zeigen wir Ihnen, anhand eines fiktiven Beispielhauses mit geschätzten Musterzahlen, wie eine Kostenkalkulation für den Hausbau funktioniert und wie Sie Ihre Hausbaukosten berechnen.

Wie man beim Hausbau Kosten spart

Jeder Quadratmeter mehr Wohnraum verursacht beim Hausbau zusätzliche Material- und Arbeitskosten. Deshalb sollten Sie sich bei Ihrer Planung zu Beginn an ganz genau überlegen, wie viel Platz Sie im Haus wirklich benötigen. So wäre ein kleines, gemütliches Haus nicht nur beim Hausbau erschwinglicher als eine großzügig geschnittene Immobilie, sondern auch bei den später anfallenden Heiz- und Nebenkosten sparen Sie bares Geld. Insbesondere wenn bei Ihnen absehbar ist, dass die Kinder bald ausziehen werden, sollten Sie über ein kleineres Haus nachdenken, damit Ihre Hausbau-Kosten nicht explodieren. Jedoch sollten Sie Ihr Eigenheim auch nicht zu klein planen, da ein Hausbau eine Entscheidung fürs Leben darstellt. Soll Ihre Familie in Zukunft möglicherweise noch wachsen so ist es ratsam, einen späteren Anbau oder Dachausbau mit einzuplanen, ohne ihn direkt umzusetzen. Damit haben Sie eine Platzreserve für die Zukunft geschaffen und halten die Hausbau Kosten aber zunächst gering.

Die Wahl des Haustyps – je schlichter, desto günstiger, wenn Sie das möchten!

Einen deutlichen finanziellen Unterschied bei den Kosten für den Hausbau macht die Auswahl der folgenden Faktoren: Welche Bauform wollen Sie? Welchen Baustoff wünschen Sie? Wie viele Etagen planen Sie? Welche Form des Grundrisses und des Daches wählen Sie? Ein extravagantes Haus im Bauhausstil fordert Ihr Portemonnaie selbstverständlich mehr, als ein einfacher Winkelbungalow im Standard. Besondere Extras wie Dachgauben, Balkone oder ein Erker schlagen sich natürlich auch auf den Preis des Hausbaus nieder. Je kleiner das Haus und je einfacher die Form und Gestaltung ist, desto weniger wird Sie der Hausbau kosten. Das klingt zunächst zwar einfach, aber der Bau eines Hauses ist wirklich sehr komplex. Mit so manchen Bauherren gehen die Pferde durch, wenn die heiße Planungsphase beginnt und die Phantasie die Realität überholt.

Kellerbau – wie wichtig ist Ihnen der Hobbyraum oder die Sauna

Ein Keller bietet Ihnen nicht nur Stauraum, sondern gegebenenfalls zusätzlichen Wohnraum. Darf es für Sie ein Billardraum, eine Sauna, oder ein Gästezimmer sein? Es gibt in der Planungsphase so viele nützliche Ideen des Wohnraumes unter dem Haus. Der Keller muss übrigens mindestens 2,55 Meter hoch sein, damit dieser als Wohnraum genehmigt wird. Einer der vielen Kostenfaktoren die Sie berücksichtigen müssen! Falls Sie ein günstiges Haus bauen wollen, sollten Sie sich die Kosten vorher detailliert aufführen lassen. Arbeiten wie das Erdreich ausheben, eine Drainage legen, die Bodenplatte schütten, die Kellerwände hochziehen, Fenster einbauen und Leitungen legen – kostet Sie zusätzlich Geld. Deshalb überlegen Sie es sich gut, ob ein Kellergeschoss für Sie wirklich nötig ist, oder ob Sie lieber darauf verzichten. Ein ebenerdiges Fundament verursacht deutlich weniger Kosten als ein Kellerbau, weshalb Sie bei Ihrem geplanten Hausbau deutlich Kosten einsparen können.

Die Qualität der Baustoffe – an die Zukunft denken

Bei der Qualität der Baumaterialien zu sparen, kann Sie später teuer kommen. Denn gerade bei der Auswahl von Dämmstoffen oder Dachziegeln ist deren Qualität für die Lebensdauer entscheidend. Was nützt Ihnen ein besonders günstiges Dämmmaterial, wenn dadurch keine ausreichende Luftzirkulation und kein gutes Raumklima gewährleistet werden. Bei einem äußerst schlecht gedämmten Haus kann es zu Feuchtigkeitsschäden kommen. Es bildet sich beispielsweise Schimmel, wobei eine Beseitigung des Mangels im Nachgang teurer werden kann, als von Beginn an die Verwendung von hochwertigem Dämmmaterial. Aus diesem Grund sollten Sie den Preis und die Qualität im Vorfeld genauestens abwägen. Bauen Sie bei festen Installationen wie der Dämmung oder den Fliesen lieber auf eine hohe Qualität der Baustoffe und Materialien und sparen dann an anderer Stelle.

Die Anzahl der Fenster – auf die richtige Planung kommt es an

Ein wundervoll lichtdurchflutetes Haus mit großzügigen Fensterfronten möchten viele. Denn das Licht hebt die Stimmung und sorgt für eine wohltuende Atmosphäre. Aber jede Tür und jedes einzelne Fenster kostet Geld: für das Fenster oder die Tür selbst und natürlich deren Einbau. Deshalb ist es für Sie günstiger, wenn Sie sich beim Hausbau für weniger, dafür aber größere Fenster entscheiden und die Außentüranzahl beschränken. Ihre Wohnräume im Haus, wie Wohn- oder Kinderzimmer brauchen dabei mehr Licht als Schlafzimmer, Bäder oder Hauswirtschaftsräume, in denen Sie sich kaum längere Zeit aufhalten. Diese Hinweise sollten Sie möglichst schon bei der Raumplanung berücksichtigen und zum Beispiel die Wohnzimmerfenster in Richtung Süden ausrichten und das Schlafzimmer nach Norden auslegen. Somit sparen Sie zum einen beim Hausbau Kosten und zum anderen während des Wohnens zusätzlich Energie. Die Faustregel für eine gute Energiebilanz lautet wie folgt: Kleine Fenster gen Norden und Osten ausrichten und große Fenster gen Süden oder Westen planen.

Heizungssystem – staatliche Förderung in Form von Zuschüssen beantragen

Ob Gas-, Öl-, Pelletheizung oder Erdwärmepumpe – bei der Wahl Ihrer Heizung sollten Sie nicht nur die Anschaffungskosten einkalkulieren. Eine gewöhnliche Heizungen mit Öl oder Gas ist beim Einbau dem Anschein nach günstiger, aber auch weniger zukunftssicher. Zwar ist die erforderliche Investition in ein zeitgemäßes Heizungssystem für regenerative Energien oft höher, dafür können Sie sich aber über staatliche Zuschüsse und günstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) freuen. Darüber hinaus investieren Sie mit einem ressourcenschonenden Heizsystem vorausschauend in eine nachhaltige Zukunft.

Die Innenausstattung – das Wohlfühlen planen und Sparpotenzial ausnutzen

Die Innenausstattung eines Hauses lässt sich viel einfacher austauschen, als feste Installationen. Deshalb sollten Sie besonders gut abwägen, wie viel Luxus Sie benötigen. Eine exklusive Küche mit hochwertigen Markengeräten ist zwar schön und gut, aber für den Anfang reicht Ihnen eventuell auch eine Standardküche, um Ihr Budget so niedrig wie möglich zu halten. Vielleicht aber auch nicht!? Der Austausch einer Küche findet im Durchschnitt nur alle 12 Jahre statt. Auch hier lohnt es sich, bei der Grundrissplanung der Küche an die Zukunft zu denken und den Grundriss nicht zu außergewöhnlich zu planen, sodass keine Standardküche hineinpasst. Mit der rechtzeitigen Küchenplanung sparen Sie Geld, in dem Sie die nötigen Anschlüsse schon während der Hausplanung berücksichtigen. Was bei Ihnen nicht fehlt, kostet Sie auch nichts. Bei den Bodenbelägen und der Beleuchtung lässt sich ebenfalls viel Geld einsparen, allerdings auch ausgeben. Dabei gilt: Je fester die Innenausstattung installiert werden muss, wie beispielsweise die sanitären Anlagen, desto eher ist davon auszugehen, dass man die Elemente nicht so schnell wieder austauschen kann. Eine preiswerte Lampe im Wohnzimmer kann nach zwei oder drei Jahren einfach durch eine neue Lampe ersetzt werden. Bei dem Austausch einer Badewanne ist das schon etwas komplizierter. Lassen Sie den Wohlfühlfaktor aber bitte nicht außer Acht – die Lampe sehen Sie nämlich jeden Tag!

WICHTIG: NICHT DIE BAUNEBENKOSTEN VERGESSEN!

Zusätzlich zu den generellen Hausbaukosten fallen beim Hausbau noch verschiedene Baunebenkosten an. Leider werden diese von vielen Bauherren bei ihrer Kalkulation schlichtweg vergessen. Dabei können sich die Baunebenkosten in Summe auf mehrere Tausend Euro belaufen. Zu den Baunebenkosten zählt beispielsweise das Honorar für den Makler und den Notar, die Kosten für die Grund- und Grunderwerbssteuer, die Baugenehmigung, die Vermessung des Grundstücks, der Eintrag in das Liegenschaftskataster und Grundbuch, die Erschließung des Grundstücks (Bsp.: Anschluss an die Energie- und Wasserversorgung, die Kanalisation, das Telefonnetz, usw.) und die Versicherungen (Bsp.: Bauherrenhaftpflichtversicherung, Wohngebäudeversicherung, usw.). Demnach gibt es bei den Baunebenkosten nicht viel einzusparen. Zudem sind diese vorab aufgeführten Kosten bei jedem Bauprojekt individuell und völlig unterschiedlich. Deshalb kann man die Baunebenkosten auch für kein fiktives Hausbeispiel kalkulieren.